Nachtrag zum BAKS am 29. Juni 2021

17. Juni 2021

Lesen Sie zum Vortrag die Presseinformation vom 01. Juli 2021 [pdf]. Der Vortrag kann nachträglich unter folgenden Links angesehen/gehört werden: www.kirchenbezirk-bernhausen.de/55plus, Gespräch: https://www.youtube.com/watch?v=JOINm3vaxCA, Vortrag: https://www.youtube.com/watch?v=dxChzgPk0Kc (hier bis zu 30:00 Min vorspulen, dann beginnt der Vortrag).

Bericht von Günter Zilly:
Es ist höchste Zeit! – Der Klimawandel und unsere Verantwortung.
Am 29.6.2021 fand in der Johanneskirche in Bernhausen eine Veranstaltung zum Thema Klimawandel statt. Eingeladen hat der Bezirksarbeitskreis für Senioren (BAKS) für das ganze Dekanat Bernhausen.
Die Veranstaltung war schon lange geplant. Sie musste wegen Corona immer wieder verschoben werden. Dann hat es endlich geklappt. Über 70 Teilnehmer vor Ort und über 50 bei YouTube hörten gespannt dem Vortrag von Prof. Dr. E.U. von Weizsäcker zu und anschließend dem Bericht von M. Gastel, MdL. In vier Kleingruppen wurde anschließend noch über einige Aspekte des Gehörten diskutiert.
Die Initiativen „Unverpackt-Laden“, „Omas for future“ und „mein ökologischer Fußabdruck“ berichteten von ihrer Arbeit.
Auf den sehr eindrücklichen Vortrag von Prof. Weizsäcker will ich näher eingehen.
Woher kommt die Erderwärmung und dadurch die Klimakrise?
Hauptursachen sind 1. die Menschen – nicht der Einzelne – sondern die Vielen, die sieben Milliarden! Das sind heute schon viele Menschen und es werden immer mehr.
Und 2. das Denken der Menschen, besonders der Industriemanager und der Politiker und der Wähler? Sie tun so als könnte es so weitergehen wie bisher, mehr, mehr, mehr. Also mehr und bessere Technik, mehr und neuere Technologien. Die Wunschvorstellung dahinter ist, die Klimakrise wird verdammt teuer! Also brauchen wir mehr Wachstum. Aber das heißt: Diese Therapie macht alles schlimmer.
Wachstum ist ein großer Verursacher der Klimakrise.
Mögliche Abhilfe: Heldentaten sind notwendig. Ein Umdenken, eine neue Aufklärung. Eine andere Wirtschaftspolitik und Steuerpolitik, sodass umweltgerechtes Handeln sich lohnt und umweltschädliches Handeln teuer wird. Heute werden über 500 Milliarden Subventionen weltweit für klimaschädliches Wirtschaften aufgewendet.
Fazit: Alle kleinen Aktionen und Bemühungen sind lobenswert und gut, aber gegen die Milliardenfehlinvestitionen von Industrie und Welthandel ohne Chance.
Persönliche Einschätzung von Herrn Prof. Weizsäcker: Das Erderwärmungsziel von kleiner als 2 Grad ist nicht mehr zu erreichen, es sei denn, es findet eine mutige Umkehr im Denken und Handeln der Menschen und Verantwortlichen statt und die Politik findet den Mut zu sagen, wie es wirklich ist und welche Zumutungen bzw. Veränderungen und Kosten auf die Menschen zukommen.