Sanierung des Kircheninnenraums der Bonhoeffer-Kirche

14. Oktober 2021

Schon seit längerer Zeit sprechen wir in der Gemeinde über dieses Projekt und doch ist bis heute wenig zu sehen. Wie hat sich das Projekt entwickelt?
Im letzten Jahr sind wir mit einem Architekturbüro gestartet, das wir nach verschiedenen Besichtigungen und Präsentationen ausgesucht hatten. Leider zeigte sich nach einigen Monaten, dass die Architekten mit
unserem ehrenamtlichen Bauausschuss – vorsichtig ausgedrückt – nicht gut harmonierten. Wir konnten
uns glücklicherweise einvernehmlich und ohne Kosten für die Gemeinde trennen. Mit dem zweiten Büro
konnte sich der Oberkirchenrat nicht auf ein Honorar einigen.
Seit Anfang des Jahres arbeitet nun das Büro Heim Blaschke aus Stuttgart für uns, dabei begleitet uns die
Bauberatung des Oberkirchenrats. Heim Blaschke haben zuletzt die Ruiter Kirche saniert.
Im Moment arbeiten wir an folgenden Themen:
1. Oberflächen und Farben. Wir stimmen mit den Architekten überein, dass wir hier sehr sensibel vorgehen
müssen. Der Materialmix aus Naturstein, Sichtbeton, grünlich überstrichenem Beton, Holz, Klinker, Putz,
Edelstahl und Metallguss soll etwas reduziert werden. Dazu wurden unter anderem Oberflächenmuster an der
Menschenwand angefertigt.
2. Bestuhlung. Im Computermodell haben die Architekten verschiedene Anordnungen der Stuhlreihen
und auch des Altars durchgespielt. Wir haben uns entschieden, die Anordnung grundsätzlich beizubehalten,
wollen jedoch an normalen Sonntagen zukünftig den Bereich zwischen Eingang und Menschenwand von
Stühlen frei halten.
3. Altarraum. Der Kunstbeauftragte des Oberkirchenrats hat sich in einem Gutachten eindringlich für eine
Veränderung bei Altar, Ambo, Taufstein und Kreuz ausgesprochen. Beispielsweise soll der Gedanke weiterentwickelt werden, dass ein fester Taufstein vor der Menschenwand steht.
4. Erneuerung von Beleuchtung und Medientechnik. Die defekte Tonanlage muss komplett ersetzt werden.
Die zukünftige Verkabelung ist systemübergreifend und kann für Ton, Bilder und Daten verwendet werden. Ein
fest eingebauter Tageslichtbeamer wird Projektionen an die Altarwand ermöglichen – ohne Kabelsalat und wackelige Tischchen. Die Beleuchtung soll insbesondere den Altarraum besser ins Licht setzen. Eine Bestandsaufnahme mit e-Check ist abgeschlossen, die bestehende Elektrik kann zum Glück großteils übernommen werden.
4. Brandschutz und Zugang Gemeindesaal. Der Zugang durch die Garderobe bzw. das Stuhllager ist nicht optimal. Die Bauberatung mahnt einen weiteren Ausgang an, da es sich um eine Versammlungsstätte handelt. Wir untersuchen unter anderem, ob der Eingangspavillon des Gemeindezentrums so umgebaut werden kann, dass von hier ein stufenloser Eingang in den Saal möglich ist.
5. Lagerraum. Im Bereich des Gemeindesaals wäre ein abgeschlossenes Stuhllager wünschenswert.

Ein wichtiger Schritt im Herbst ist zunächst einmal die Kostenschätzung. Danach werden wir entscheiden, wo
wir Prioritäten setzen. Es gibt also noch keine konkreten Überlegungen oder vorzeigbare Pläne. Sobald es diese gibt, wird der Bauausschuss informieren.
Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, dürfen Sie uns gerne beim Gemeindefest oder bei jeder anderen
Gelegenheit ansprechen.