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Oktober 14, 2021 um 17:30

Teilen – Abendmahl und Zeit – Fällt das Teilen leichter, wenn man viel hat? Sind es gerade die Armen, die sich gegenseitig helfen und miteinander teilen?
Große Fragen, die uns zum Nachdenken anregen.
Außer Frage steht jedoch: Wenn etwas richtig knapp ist, fällt teilen sicher besonders schwer. Wenn das Geld für das Nötigste nicht ausreicht, Lebensmittel fehlen und das eigene Leben in Gefahr ist.
Die Theologieprofessorin Luzia Sutter Rehmann liest die Bibel mit einem wachen Blick auf den Hunger. Er zieht sich auch wie ein roter Faden durch das Neue Testament. Dieser Gedanke hat mich beschäftigt.
Zur Zeit Jesu und des Neuen Testaments war der Hunger für die meisten Menschen ein Dauerzustand. Im ganzen Römischen Reich gab es eine enorme Armut. Auf dem Land und in den Städten gehörten schätzungsweise 96-99% der Bevölkerung der Unterschicht an. Eine Mittelschicht gab es nicht – dagegen hatte eine kleine, sehr reiche Elite alle Fäden in der Hand. Gerade einmal 10% der Bevölkerung einer durchschnittlichen Stadt des Römischen Reiches hatten genug zu essen.
Wir als wohlgenährte Menschen der Neuzeit in Europa haben den Hunger kaum im Blick. Hunger kommt in unserem Alltag nicht oder nur selten vor. Aber wenn wir biblische Texte verstehen wollen, müssen wir den Hunger und die existentielle Bedrohung der Menschen vor Augen haben. Auch, dass Armut von den Menschen nicht als von Gott gegeben, sondern als Unrecht erlebt wurde. Ein Unrecht, das ihren Kindern Gewalt antat, Menschen gewaltbereit machte, Gemeinschaft zerstörte und die Zukunft gefährdete.
Prof. Sutter Rehmann hat eine spannende Beobachtung gemacht: Bei vielen Übersetzungen der biblischen Texte ins Deutsche wurde der Hungeraspekt abgeschwächt – weil er bei den Übersetzerinnen und Übersetzern wohl keine Rolle spielte. Dies zeigt sich zum Beispiel beim Bericht von der Speisung der 5000 (Mk 6). In der deutschen Übersetzung wird von den Menschen gesagt: „Denn es waren viele, die kamen und gingen, und sie hatten nicht Zeit genug zum Essen.“ (Mk 6,31) So übersetzt heißt das: Essen gab es, aber den Leuten fehlte einfach die Zeit. Das kennen wir alle – vor lauter Hektik kommt man nicht zum Essen. So wird aber ein neuzeitliches Problem in den biblischen Text hineingetragen.
Im Griechischen heißt der Satz genau genommen „Die Zeiten waren nicht gut, um zu essen.“ Oder einfacher: „Es gab zu der Zeit nichts zu essen.“
Die Menschen gingen also hin und her, waren orientierungslos, weil sie Hunger hatten. Die Oberen und Reichen dagegen speisten am königlichen Bankett, wo der Tod Johannes des Täufers beschlossen wurde (Mk 6,14ff). Was für ein Gegensatz, was für eine Ungerechtigkeit!
Bei vielen Worten Jesu muss man dieses Verlangen der Menschen nach Brot, Gerechtigkeit und Leben im Blick haben. Dass dies zusammengehört. Wenn in der Apostelgeschichte von den Problemen bei der Witwenversorgung oder bei den Mahlfeiern berichtet wird, hat das mit diesem Hunger zu tun. Der Hunger kann Menschen aggressiv machen – erst recht, wenn sie sich nicht gerecht behandelt fühlen.
„Das tut zu meinem Gedächtnis“, sagt Jesus beim Abendmahl zu seinen Jüngern – teilt Brot und Wein. Für uns ist das Abendmahl ein Sakrament, eine symbolische Handlung, mit der wir die Auferstehung Jesu Christi und die Gemeinschaft mit Gott und den Mitmenschen feiern. Wir haben genug und manchmal denkt man vielleicht: Die Oblate klebt am Gaumen, das Brot ist trocken, der Wein mittelmäßig, der Traubensaft zu süß. Und gemeinsam aus einem Kelch trinken, das geht aus hygienischen Gründen ja überhaupt nicht mehr. Teilt Brot und Wein – und so entsteht Gemeinschaft.
Das ist eine andere Sichtweise. Denn Hunger und Gemeinschaft gehen schwer zusammen. Wenn man Brot hat, geht das besser. Das hat sich im Lateinischen „cum pane“ erhalten – ein „Kumpan“ ist einer, mit dem man das Brot teilt. Teilt Brot und Wein – das kann in neutestamentlicher Zeit ganz existentiell bedeuten: Teilt eure knappen Güter, damit alle satt werden – dann entsteht Gemeinschaft.
Unser knappes Gut: Zeit. Wie schwer ist es manchmal, einen gemeinsamen Termin zu finden. Alle an einen Tisch zu bringen. Keine Zeit. Dabei kann Gemeinschaft nur entstehen, wenn man Brot und auch Zeit miteinander teilt. Jesus hatte sich Zeit für seine Mitmenschen genommen. Er ist auf sie zugegangen. Hat sich von Menschen am Rande der Gesellschaft einladen lassen, ist an ihren Tisch gesessen und hat mit ihnen geredet.
Was für ein Geschenk, wenn jemand seine bzw. ihre Zeit schenkt. Nicht gleich wieder weg muss. Und was wären unsere Gemeinden, wenn sich Menschen nicht mit ihrer Zeit ehrenamtlich engagieren würden, zuhören, miteinander arbeiten, spielen, feiern, diskutieren, auf Freizeiten gehen, grillen, wandern, Gemeinschaft ermöglichen? Gemeinde lebt von geteilter Zeit, von geteiltem Brot und Wein, Solidarität und geteiltem Leben – weil Jesus Christus hier gegenwärtig ist.
Bernd Schönhaar

Foodsharing „rettet“ ungewollte und überproduzierte Lebensmittel

Carolin Rady aus Ostfildern wohnte während ihres Studiums in Karlsruhe im Studentenwohnheim HaDiKo, dem größten selbstverwalteten Wohnheim in Deutschland. Sie lernte dort Foodsharing kennen und betreibt es immer noch.
In Deutschland und ein paar anderen angrenzenden Ländern gibt es seit 2012 einen Verein, der sich dafür einsetzt, dass weniger Lebensmittel einfach weggeschmissen und somit vor der Vernichtung „gerettet“ werden.
Ich selbst bin vor ein paar Jahren dazu gekommen, als mich ein Mitbewohner im Wohnheim darauf aufmerksam gemacht hat. Zwar wusste ich schon früher, dass es so etwas wie „containern“ gibt, also nachts heimlich zu den Hintereingängen der Supermärkte gehen, um dort Lebensmittel aus den Müllcontainern zu fischen. Dass dies allerdings legal und mit Absprache von den Betrieben geht, wurde mir erst durch den Foodsharing e.V. klar.
Das Ganze läuft im Grunde so ab: Betriebe, wie z.B. Supermärkte oder Restaurants, werden vom Verein kontaktiert. Danach wird abgesprochen, wie oft pro Woche abgeholt wird. Danach sucht sich ein Mitglied einen Slot aus, der ihm/ihr passt. Zum Zeitpunkt der Abholung geht man zu den Verkäufern, spricht sie an und die Verkäufer holen schnell die Lebensmittel, die sie sonst wegschmeißen würden, aus dem Kühlhaus.
Danach müssen die Lebensmittel nur noch verteilt werden. Denn meist sind die Mengen zu groß, als das ein Haushalt sie problemlos wegbekommt. Also bringt man sie zu so genannten Verteilern, wo sich jeder, der möchte, dort etwas abholen kann. Bei uns war dies das HaDiKo Wohnheim. Mit ca. 1000 Bewohnern fand sich eigentlich immer jemand, der irgendwas davon verarbeiten konnte.
Viele der Lebensmittel, die wir bekommen, sind über dem MHD, aber noch ohne Probleme essbar. Ein Teil sind eingerissene Packungen oder Eier-Kartons, bei denen ein Ei kaputt ist.
Foodsharing hat gleich mehrere Vorteile Die Welt wird ein kleines bisschen besser dadurch, dass weniger Essen weggeworfen wird. Man lernt recht schnell Leute kennen, die ähnliche Einstellungen haben. Nicht zu unterschätzen ist auch die Geldeinsparung. Allerdings ist zu beachten, dass es etwas dauern kann, bis man den Anschluss gefunden hat und man sollte einplanen, dass ein größerer Teil Freizeit verschwindet.
Zum Schluss noch: Der Foodsharing e.V. ist kostenlos und jeder kann beitreten. Bei Interesse findet man alle Informationen auf www.foodsharing.de

In Ostfildern-Nellingen ist in der Otto-Schuster-Straße 40 ebenfalls ein Fair-Teiler geplant: Lebensmittel kann man immer teilen! Meist ist der Kühlschrank zu voll, um alles zu verwerten, und bei vielen Menschen landet das eine oder andere Lebensmittel dann leider doch im Müll, ohne dass es verwertet wurde.
Aber nicht nur in Privathaushalten wird falsch kalkuliert, auch bei Supermärkten, Bäckereien oder Restaurants. Die Organisation foodsharing versucht, dies zu verhindern! Viele ehrenamtliche Helfer retten Lebensmittel vor der Tonne bei Betrieben, um diese privat kostenlos weiter zu fairteilen! Manchmal werden so viele Lebensmittel gerettet, dass man diese nicht in seinem Umfeld fairteilen kann. Hierfür gibt es bei foodsharing in manchen Orten sogenannte „Fair-Teiler“ eine öffentlich zugängliche Abgabestelle für Lebensmittel. In den Fair-Teiler können foodsaver die Lebensmittel bringen und alle Menschen dürfen sich dort kostenlos bedienen
Friedrike Hahn

Trend „Sharing Economy“ – teilen online
Ein nicht mehr ganz neuer Trend des Teilens wird mit dem Begriff „sharing economy“ (Wirtschaft des Teilens) bezeichnet. Die Idee dahinter: Ressourcen schonen durch bessere Nutzung von Gütern, indem man sie teilt. Neu ist der Aspekt, dass für die Vermittlung der geteilten Güter nicht mehr bestehende Institutionen (Bücherei, Kleinanzeigen, Tauschbörsen, etc.) oder soziale Kontakte (Familie, Freunde) in Anspruch genommen werden, sondern zunehmend eigens dafür eingerichtete Online-Plattformen und Apps. Sie machen das Teilen zum Markt und verdienen häufig selbst daran. Deshalb sind Sharing-Angebote auch umstritten.
Plattformen wie „airbnb“ (Zimmer-Vermietung), „Uber“ (Taxidienst in Privatautos – in Deutschland nicht zugelassen), „blablacar“ (Mitfahrgelegenheit in Privatautos) stehen in der Kritik, weil ihre Angebote in Konkurrenz zu gewerblich regulierten Anbietern treten und deren Auflagen unterlaufen. Das betrifft beispielsweise die Versteuerung der Einkünfte oder die Einhaltung arbeitsrechtlicher Regelungen. Diese Verantwortung wälzen die Plattforminhaber an die Leistungsanbieter ab und zwingen diese damit in die Selbstständigkeit.
Trotzdem kann man online mittlerweile so ziemlich alles „sharen“ (englisch für teilen): Fahrräder, getragene Klamotten, Bohrmaschinen, Rasenmäher, Schulreferate, Essensreste, Tanzpartner, Kinderspielzeug, sogar die Oma oder den Hund. Manch einer sieht in dem bewussteren Einsatz von Ressourcen die Gesellschaft der Zukunft, andere eher ein Nischenphänomen.
Während bei vielen Nutzern dieser Form des Teilens ethische und Umweltaspekte im Vordergrund stehen, nutzen andere das Sharing, um Geld zu verdienen oder mit Menschen in Kontakt zu kommen. So unterschiedlich die Motivationen dafür sein mögen, wenn man einmal darüber nachdenkt, teilen wir sehr viel mit anderen, manches gegen Geld, manches gegen Gegenleistung, manches aus Freundschaft und einiges aus Idealismus. Teilen schafft Gemeinschaft.
Es kann aus einer Notwendigkeit ein Ereignis machen und Freundschaften festigen oder sogar entstehen lassen. Das macht in meinen Augen den Reiz des Teilens aus, neben der Ersparnis, von der man profitiert, wenn man sich nicht alles selbst anschaffen muss.
Ich habe einmal Resümee gezogen, was ich teile, online und analog: Ich bin gerne auf „ebay-Kleinanzeigen“ und in der Facebook-Gruppe „free your stuff Stuttgart“ (Gegenstände, die kostenlos abgegeben werden) unterwegs und habe dort schon den einen oder anderen Gegenstand inseriert und auch abgeholt. Ich war im Urlaub schon in Airbnb-Unterkünften und habe als Studentin Mitfahrgelegenheiten in Privat-PKWs auf verschiedenen Online-Plattformen genutzt. Auf freundschaftlicher Basis habe ich eine Reitbeteiligung für mein Pferd vergeben und tausche regelmäßig Klamotten mit Freundinnen in einem privaten Kleiderkreisel. Auch Werkzeug habe ich bislang nur unter Freunden und Verwandten ver- und geliehen. Für Bücher nutze ich neben dem Tausch mit Freunden und Familie die Apps „rebuy“ und „momox“ bzw. „medimops“. Ich kann mir vorstellen, in Zukunft kein eigenes Auto mehr zu unterhalten, sondern auf Carsharing zurückzugreifen. Foodsharing-Angebote habe ich persönlich bislang noch nicht genutzt, könnte mir auch das für die Zukunft vorstellen (vor allem Angebote wie das Café Immersatt in Stuttgart).
Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser fällt bestimmt auch etwas ein, das Sie teilen, sei es „klassisch“ wie die geliehene Bohrmaschine an den Nachbarn oder „modern“ wie Gassigehen über „dogsharing“. Wo teilen Sie im Alltag? Nutzen Sie Sharing-Angebote online?
Ich freue mich, wenn Sie mir Ihr persönliches Resümee schicken an: .
Lena Illek

Geld teilen – Oikokredit – Investitionen mit sozialer Wirkung
Geld teilen – OIKOKREDIT ist eine Möglichkeit, das Geld verantwortungsvoll und sinnvoll anzulegen. In dieser Zeit bringt ein Sparbuch keine Zinsen, im Gegenteil, bei manchem Geldinstitut kostet es.
Schon ein kleiner Betrag angelegt und auch wieder kurzfristig verfügbar bei OIKOkredit hilft Menschen, die auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind.
Aus dem Flyer von OIKOKREDIT:
Oikokredit ist eine internationale Genossenschaft, in die rund 52.000 Menschen und Organisationen investieren. (Anm. der Redaktion: So auch der CVJM Nellingen) Die Grundidee dahinter: Viele benachteiligte Menschen haben Ideen, wie sie ihr Leben verändern können, doch oft fehlt ihnen ein finanzieller Anschub. Oikokredit vergibt daher Darlehen an Mikrofinanzinstitutionen, Genossenschaften sowie mittlere und kleine Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Mit dem Geld ihrer Anlegerinnen und Anleger leistet Oikokredit so Hilfe zur Selbsthilfe.
Oikokredit wurde gegründet, um eine nachhaltige Entwicklung zu fördern und einen ethischen Umgang mit Geld zu ermöglichen. Seit 1975 führt Oikokredit erfolgreich vor, dass sozial verantwortliche Investitionen auch wirtschaftlich funktionieren. Das Geld unserer Anlegerinnen und Anleger fließt nicht in spekulative und undurchschaubare Finanzprodukte, sondern dorthin, wo es dringend benötigt wird, in die Realwirtschaft benachteiligter Länder. www.oikokredit.de

Mantel teilen – Leben teilen
Martin von Tours ist am meisten bekannt durch seine Mantelteilung am Stadttour. Jedes Jahr spielen wir das nach bei den Martinsfeiern in Kindergärten und alle zwei Jahre in der Parksiedlung zwischen St Dominikus Kirche und Dietrich-Bonhoeffer-Kirche und im andren Jahr im Scharnhauser Park zwischen Stadthaus und der Parkspielerei.
Wir hoffen, dass die Corona Zwangspause jetzt vorbei ist!
Mantel teilen… Jesus sagt in der Bergpredigt: Wenn … lass ihm auch deinen Mantel. Martinus ist von Jesus inspiriert, seinen Mantel mit dem frierenden Bettler zu teilen. In der nächsten Nacht träumt Martinus davon, dass Jesus die Mantelhälfte in der Hand hält und zu ihm sagt: Du hast mit mir deinen Mantel geteilt. Der noch nicht getaufte Martinus entdeckt im Christsein und in der Kirche das Mehr für sein Leben. Aus dem „kleinen Mars“, dem kleinen Kriegsgott, wie ihn sein Vater nannte, wird Christ und Bischof, der ganz einfach bleibt, der einfach nur sein Leben und seinen Glauben mit anderen teilen möchte.
Martinus steht fürs Teilen, für Verständigung und Versöhnung in Europa. Er ist, wenn man so sagen darf, einer der großen Europäer.
In den Tagen Ende Juli, in denen ich diese Worte schreibe, erleben wir in Deutschland große Hilfsbereitschaft, großes Teilen mit den von der Flutkatastrophe so gebeutelten Mitmenschen. Vieles berührt uns da, z.B. der Pizzabäcker, der in die zerstörten Orte fährt und Pizza verteilt. Esst, was ihr könnt. Oder der Baggerfahrer, der unter Einsatz seines Lebens den verstopften Auslauf des Staudamms frei macht und so das Bersten des Staudammes verhindert.
Leben teilen – unter diesem Motto steht im nächsten Jahr in Stuttgart der Katholikentag vom 25.-29. Mai 2022- Dieses Motto entstand aus der Mantelteilung des Martinus. Denn: Die Diözese Rottenburg-Stuttgart hat den Heiligen Martin als ihren Patron. Wir alle – evangelische wie katholische Christen – sind herzlich zum Glaubensfest und den vielfältigen Foren ganz in der Nähe eingeladen. Nutzen wir die Chance, auch um Zeugnis für unsre gute Ökumene in Ostfildern zu geben! Wer katholikentags TeilnehmerInnen bei sich daheim als Gast aufnehmen kann, melde sich bitte beim katholischen Pfarramt in Ruit. Wenn wir einige Gäste beherbergen, können wir gern an einem Abend zu einer ökumenischen Begegnung und Gebet einladen.
Mantel teilen – so heißt eine Aktion zur Vorbereitung des Katholikentags. Jede Gruppe oder Gemeinde kann ein Stück roten Stoffs gestalten. Diese werden zum weltgrößten Martinusmantel zusammengenäht und beim Katholikentag ausgestellt. (www.drs.de/katholikentag/mantelteilen).
Mantel teilen – Leben teilen. Das tun wir jeden Tag in kleinen guten Taten. Unspektakulär, aber so wichtig. Es sind diese kleinen Puzzleteile, die das schöne Ganze des Miteinanders ergeben, auch bei uns in Ostfildern. Nur ein paar Beispiele: die Jugendlichen bei der Jubo (Jugendbühne), die für die Kinderbibeltage Engagierten, alle, die Begegnung in unseren Gemeinden ermöglichen z.B. beim Bazar, die, die helfen, dass Gottesdienste lebendig und lebensnah werden, die, die den Senioren zu einem frohen Nachmittag verhelfen, ErzieherInnen und Eltern in unsren KiTas… Mantel teilen – Leben teilen.
Nur so bekommt Leben Sinn!
Klaus Alender

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Sanierung des Kircheninnenraums der Bonhoeffer-Kirche

Oktober 14, 2021 um 07:52

Schon seit längerer Zeit sprechen wir in der Gemeinde über dieses Projekt und doch ist bis heute wenig zu sehen. Wie hat sich das Projekt entwickelt?
Im letzten Jahr sind wir mit einem Architekturbüro gestartet, das wir nach verschiedenen Besichtigungen und Präsentationen ausgesucht hatten. Leider zeigte sich nach einigen Monaten, dass die Architekten mit
unserem ehrenamtlichen Bauausschuss – vorsichtig ausgedrückt – nicht gut harmonierten. Wir konnten
uns glücklicherweise einvernehmlich und ohne Kosten für die Gemeinde trennen. Mit dem zweiten Büro
konnte sich der Oberkirchenrat nicht auf ein Honorar einigen.
Seit Anfang des Jahres arbeitet nun das Büro Heim Blaschke aus Stuttgart für uns, dabei begleitet uns die
Bauberatung des Oberkirchenrats. Heim Blaschke haben zuletzt die Ruiter Kirche saniert.
Im Moment arbeiten wir an folgenden Themen:
1. Oberflächen und Farben. Wir stimmen mit den Architekten überein, dass wir hier sehr sensibel vorgehen
müssen. Der Materialmix aus Naturstein, Sichtbeton, grünlich überstrichenem Beton, Holz, Klinker, Putz,
Edelstahl und Metallguss soll etwas reduziert werden. Dazu wurden unter anderem Oberflächenmuster an der
Menschenwand angefertigt.
2. Bestuhlung. Im Computermodell haben die Architekten verschiedene Anordnungen der Stuhlreihen
und auch des Altars durchgespielt. Wir haben uns entschieden, die Anordnung grundsätzlich beizubehalten,
wollen jedoch an normalen Sonntagen zukünftig den Bereich zwischen Eingang und Menschenwand von
Stühlen frei halten.
3. Altarraum. Der Kunstbeauftragte des Oberkirchenrats hat sich in einem Gutachten eindringlich für eine
Veränderung bei Altar, Ambo, Taufstein und Kreuz ausgesprochen. Beispielsweise soll der Gedanke weiterentwickelt werden, dass ein fester Taufstein vor der Menschenwand steht.
4. Erneuerung von Beleuchtung und Medientechnik. Die defekte Tonanlage muss komplett ersetzt werden.
Die zukünftige Verkabelung ist systemübergreifend und kann für Ton, Bilder und Daten verwendet werden. Ein
fest eingebauter Tageslichtbeamer wird Projektionen an die Altarwand ermöglichen – ohne Kabelsalat und wackelige Tischchen. Die Beleuchtung soll insbesondere den Altarraum besser ins Licht setzen. Eine Bestandsaufnahme mit e-Check ist abgeschlossen, die bestehende Elektrik kann zum Glück großteils übernommen werden.
4. Brandschutz und Zugang Gemeindesaal. Der Zugang durch die Garderobe bzw. das Stuhllager ist nicht optimal. Die Bauberatung mahnt einen weiteren Ausgang an, da es sich um eine Versammlungsstätte handelt. Wir untersuchen unter anderem, ob der Eingangspavillon des Gemeindezentrums so umgebaut werden kann, dass von hier ein stufenloser Eingang in den Saal möglich ist.
5. Lagerraum. Im Bereich des Gemeindesaals wäre ein abgeschlossenes Stuhllager wünschenswert.

Ein wichtiger Schritt im Herbst ist zunächst einmal die Kostenschätzung. Danach werden wir entscheiden, wo
wir Prioritäten setzen. Es gibt also noch keine konkreten Überlegungen oder vorzeigbare Pläne. Sobald es diese gibt, wird der Bauausschuss informieren.
Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, dürfen Sie uns gerne beim Gemeindefest oder bei jeder anderen
Gelegenheit ansprechen.

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Jüdisches Leben in Esslingen

Oktober 1, 2021 um 12:44

Führung mit Dr. Joachim Hahn „Jüdisches Leben in Esslingen“ am 24. Oktober 2021, 15 Uhr. Dieses Jahr feiern wir 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland. Das ist ein stattliches Jubiläum, das aber auch nachdenklich macht. Aus diesem Anlass wollen wir uns auf einen Streifzug durch Esslingen machen und Spuren jüdischen Lebens entdecken. Vielleicht sind Sie auch selbst schon auf die Stolpersteine aufmerksam geworden? Jeder Stein steht für ein Menschliches Schicksal aus der Zeit des Nationalsozialismus. Wir freuen uns, dass wir mit Joachim Hahn einen profunden Kenner der jüdischen Geschichte in Baden Württemberg gewinnen können. Seine Führung gibt uns einen Einblick in die wechselvolle Geschichte des Zusammenlebens von Juden und Christen in Esslingen und zeigt auch die heutige Situation der israelitischen Kultusgemeinde.
Treffpunkt: 24. Oktober, 15 Uhr, Esslinger Bahnhof, Treppenaufgang S-Bahn.
Dauer: ca. 2 Stunden.
Mitnehmen: Kopfbedeckung für männliche Teilnehmer (für jüdische Synagoge), medizinische Maske (alle Teilnehmer:innen).
Kosten: Wir sammeln eine Spende ein für die Synagoge.
Anmeldung erbeten: 0711 3430159 (Evang. Gemeindebüro)

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Wegegottesdienst 2021 – 10. Oktober 2021 um 18 Uhr

September 27, 2021 um 19:02

76 Jahre Kriegsende – Eine historische Spurensuche

Herzliche Einladung zu unserem Wegegottesdienst am 10. Oktober 2021 um 18 Uhr mit dem Journalisten Martin Müller; Musik: Posaunenchor Köngen!

Sonntag, 10.Oktober 2021 abends um 18.00 Uhr
Start: Bibelgarten / Scharnhauser Park
Weg: ca. 1,5 Stunden durch den SchaPa
Ziel: Sophie-Scholl-Haus
Veranstalter: Evangelische Bonhoeffer-Kirchengemeinde, Evangelische Kirchengemeinde Nellingen

Flyer zum Download [pdf]

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Wer es noch nicht mitbekommen hat: Unser Kinderchor startet wieder!

September 18, 2021 um 11:13

Unser Kinderchor für Kinder ab 5 Jahren startet wieder ab dem 5. Oktober! Einstieg ist aber gerne auch jetzt noch möglich!
Ort: Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, Robert-Koch-Str. 150, Parksiedlung
Zeit: dienstags 16.30h, Dauer 45 Min. (ACHTUNG – Fehler im Gemeindebrief! Der Kinderchor ist immer dienstags!)
Infos: Pfarrerin Sarah Reyer,, Tel. 01797020245; Email: oder
Evangelisches Gemeindebüro, Tel. 0711-3430159; Di, Mi, Fr 9-11.30 Uhr

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Rettungskette für Menschenrechte #HandinHand am 18. September 2021

August 31, 2021 um 20:35

Die Offene Aktionsgruppe Flucht und Integration Esslingen hat sich gemeinsam mit der Seebrücke Esslingen, dem Kreisdiakonieverband Esslingen und der Caritas Fils-Neckar-Alb der europaweiten Rettungskette für Menschenrechte #HandinHand angeschlossen. Schirmherr der Rettungskette durch Esslingen ist Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger.
Initiiert von einer internationalen Initiative, die ein Zeichen für Menschlichkeit und gegen das Sterben auf den Fluchtrouten setzen will, soll am Samstag, 18. September 2021, 12.00 Uhr eine Menschenkette von Norddeutschland bis zum Mittelmeer geschlossen werden. Ziel ist es, verbunden mit vielen Städten entlang der Strecke gemeinsam für humanitäre Grundwerte in Europa einzustehen.
Überall auf der Route haben sich unterschiedliche Gruppen bereit erklärt, Teilabschnitte der Rettungskette zu organisieren. Für den Streckenabschnitt Mettingen – Esslingen – Zell haben sich neben den oben Genannten bereits viele weitere Gruppierungen (s. Flyer) gemeldet.
Wir wollen Sie und Ihre Organisation „mit im Boot“ haben, um auch in Esslingen am Neckar ein großes Zeichen für ein humanitäres Europa zu setzen: Ein Zeichen für Solidarität mit den Seennotretter*innen und Geflüchteten!
Ein Zeichen für Menschlichkeit und Menschenrechte!
Helfen Sie bei der Realisierung der Rettungskette!
– Werbung übernehmen und eine Gruppe mit einer bestimmten Personenzahl anmelden. Wir teilen Ihnen rechtzeitig vorher einen Streckenabschnitt zu. Melden Sie sich zeitnah per E-Mail bei . Der Zeitaufwand für die Teilnahme in Esslingen beträgt ca. 1 Stunde.
– Spenden mit Stichwort „Rettungskette für Menschenrechte“ an das Konto Caritas: Bank für Sozialwirtschaft IBAN: DE02 6012 0500 0001 7907 00 oder an Kreisdiakonieverband: Kreissparkasse ES IBAN: DE12 6115 0020 0101 673185
Weitere Informationen unter: www.rettungskette2019.de
Mit freundlichen Grüßen im Auftrag der Rettungskette Esslingen
Kurt Hilsenbeck
Kreisdiakonieverband im Landkreis Esslingen
Petra Gauch
Caritas Fils-Neckar-Alb
Flyer Aufruf Rettungskette [pdf]
Flyer Rettungskette Plakat [pdf]

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Gemeindefest 2021 – 12. September 2021

August 29, 2021 um 14:16

Herzliche Einladung zu unserem Gemeindefest am 12. September 2021 von 11:30 -16 Uhr im Anschluss an den Abschlussgottesdienst der Kinderbibeltage rund um die Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, Robert-Koch-Str. 150, 73760 Ostfildern-Parksiedlung.

Highlights:
Musik
Gegrilltes
Kaffee und Kuchen
Spielangebote für Kinder
Stöbern im Flohmarktladen
Zeichenaktion: „Ich, Bonhoeffer“
Der Erlös vom Flohmarktladen geht an die Diakonie Katastrophenhilfe!

Infektionsschutzkonzept Gemeindefest
Für das Gemeindefest gilt zum Schutz aller Teilnehmenden die 3G-Regel (genesen, geimpft, getestet), weil hier der Abstand nicht immer eingehalten werden kann. An zwei Empfangsstationen bitten wir alle Besucherinnen und Besucher ihre Kontaktdaten mittels QR-Code oder Zettel abzugeben und einen 3G-Nachweis zu zeigen. Wir richten eine Teststation ein, an der kostenlose Selbsttests unter Aufsicht gemacht werden können. Von der 3G-Regelung ausgenommen sind Kinder unter 6 Jahren, sowie alle Schülerinnen und Schüler.

Hier finden Sie den Flyer zum [Download].

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Varietas Cantandi, Sonntag, 19.09.2021, 17 Uhr

August 28, 2021 um 17:23

Konzertankündigung „Unvergängliche Liebe“ – Vokalensemble Varietas Cantandi 19.09.2021

Am 19. September 2021 ist das Vokalensemble Varietas Cantandi in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche in Ostfildern zu Gast. Das Konzert beginnt um 17 Uhr. Zur Aufführung kommen englische Madrigale aus dem Programm der im Jahr 2020 erschienenen CD „English Tunes“, die durch weitere Werke ergänzt werden.

Das Programm beschäftigt sich anhand von Musik aus der Renaissance aus dem deutschen, englischen, französischen und italienischen Sprachraum mit den Themen von Liebe und Vergänglichkeit. Thomas Morleys Madrigal “Now is the month of maying” erzählt vom freudigen Erwachen der Liebe zu Beginn des Frühjahres. John Dowland und Max Reger setzen dieser Liebesfreude die schmerzliche Sehnsucht nach der Geliebten gegenüber. Claudin de Sermisy schwört seiner Geliebten trotz allen Liebesschmerzes ewige Liebe und Treue. Von dem Glück eines verliebten Paares handelt der biblische Text des Hoheliedes der Liebe, den John Dunstable vertonte. Ebenfalls aus dem Alten Testament stammt der Psalmtext, der William Byrds „I have been young“ zugrunde liegt und von der fürsorglichen Liebe Gottes erzählt. Das Neue Testament hingegen hat die unendliche Liebe Jesu zum Thema: Das letzte Abendmahl und seinen Gang durch den Tod sind Zeugen dieser göttlichen Liebe, die Palestrina in seinen beiden Motetten in Musik gefasst hat.
Jacques Arcadelts berühmtestes Madrigal „Il bianco e dolce cingo“ hat die Schönheit des Schwanengesangs zum Thema, der letzten besonders schönen Laute, die der Schwan kurz vor seinem Tod vernehmen lässt. Das Stück steht so programmatisch für die Vergänglichkeit aller irdischen Schönheit. Es folgen drei Trauergesänge, die den Schmerz aller, die einen geliebten Menschen verloren haben, ergreifend zu Musik werden lassen. Ockeghem beweint den Tod seines mutmaßlichen Lehrers des Komponisten Binchois, Desprez wiederum den Tod seines Vorbilds Ockeghem. In sein Lamento stimmen die Nymphen und die anderen großen Komponisten der Zeit ein: Brumel, Pirchon und Comprere. Ähnlich besingt auch Byrd gemeinsam mit den Musen den Tod seines Freundes Thomas Tallis, am Ende heißt es: „Tallis is dead and music dies“. Doch mag Tallis auch tot sein, seine Musik ist es nicht. Daher kommt er am Ende des Programms noch selbst zu Wort oder besser zu Gesang: mit seiner Vertonung eben der Worte Jesu zu seinen Jüngern, die aller Vergänglichkeit die ewige Liebe Gottes entgegensetzen: „that he may bide with you forever“.

Varietas Cantandi wurde von fünf befreundeten Sängern gegründet, um sich mit geistlicher und weltlicher Männerchorliteratur in kleiner Besetzung auseinanderzusetzen. Die Sänger kennen sich aus der gemeinsamen Zeit bei den Stuttgarter Hymnus-Chorknaben und haben dort von klein auf eine sängerische Ausbildung erfahren. Das Repertoire des Ensembles reicht von der Männerchorliteratur des Mittelalters bis zur Gegenwart. Konzerte und die musikalische Gestaltung von Gottesdiensten führten das inzwischen zum Sextett gewachsene Vokalensemble bereits in die Klosterkirchen Bebenhausen und Neresheim, in die Stiftskirche Stuttgart, die Stiftskirche Tübingen sowie in die Schlosskirchen Friedrichshafen und Stuttgart.

Flyer zum Download [pdf].

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BAKS-Forum: „Wir Älteren und die digitalen Herausforderungen – Chancen und Grenzen“

August 24, 2021 um 18:15

Zu diesem wichtigen Thema lädt der Bezirksarbeitskreis (BAKS) am Samstag, 9. Oktober ins Gemeindehaus nach Scharnhausen ein, Beginn 14:30 bis 17:30 Uhr.
Neben einem einführenden Vortrag gibt es Arbeitsgruppen zur Vorstellung und Nutzung digitaler seniorengerechter Geräte, zu Datensicherheit und Schutz der Privatsphäre (Onlinebanking), zur Künstlichen Intelligenz und ihren Auswirkung für die Zukunft, zu Smart Home – Anwendungsmöglichkeiten digitaler Geräte in Haus und Garten und zu Telemedizin und deren Einsatzmöglichkeiten und Chancen. Es kann an bis zu 2 Arbeitsgruppen teilgenommen werden.
Nähere Hinweise können Sie auf der Homepage des Bezirks/BAKS www.kirchenbezirk-bernhausen.de/55plus erfahren oder beim 1. Vorsitzenden des BAKS, Pfr.i.R. Richard Genth. Tel. 0711 6727130.

Den Flyer zum Download finden Sie [hier].

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Lust auf Ehrenamt?

August 18, 2021 um 11:35

Sie haben Potentiale und Zeit…

…und möchten dies für andere Menschen einsetzen und sich ehrenamtlich in ihrer Kirchengemeinde engagieren.

Wenn Sie noch nicht genau wissen, in welchem Bereich Sie sich betätigen wollen oder Sie sind bereits ehrenamtlich tätig, dann besuchen Sie ganz unverbindlich und kostenlos unseren Qualifizierungskurs. Dieser Kurs wird vom Bezirksarbeitskreis Senioren (BAKS) im Distrikt Ostfildern/Neuhausen angeboten. An 6 Abenden erfahren Sie einiges zu folgenden Themen:
Lebensphasen des Alters, Glaube und Spiritualität im Alter, geistige und körperliche Aktvierung , Biografiearbeit, Erkrankungen im Alter, Pflegeleistungsgesetz, Fit für den Notfall.

Als Referenten*innen wirken unter anderen mit: die Gerontologin Ulla Reyle, der Arzt Dr. Ulrich Abele und Hansjörg Schaude von SOFA.

Den Flyer finden Sie hier zum Download [pdf].

Anmeldung  und Kontakt: Diakonin Birgit Keyerleber, T: 0711 457451 oder oder bei Pfr.i.R. Richard Genth Tel. 0711 6727130, E-Mail

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